Blog > Angst vorm Tod
„Ich hab furchtbare Angst vor dem Tod. Ich hoffe ich bin dort nicht allein.“
Kennst du das? Die Angst vor dem Tod definitiv. Aber kennst du auch den Moment, wenn dich ein Lied voll erwischt? Du hörst es, und es fühlt sich an, als würde das Lied exakt von dir und deinen innersten Gefühlen handeln?
Mich hat gestern so ein Lied erwischt. Es ist von Philipp Poisel und das, was mich so fasziniert hat, war, dass es in dem Lied zwar um die Angst vor dem Tod geht, aber dass es eigentlich eine Liebeserklärung an das Leben ist. Er sagt: „Ich hab zwar kein Vermögen, doch ein paar Leute, die mich mögen und außerdem ist da ein Mädchen, das mich liebt, ich weiß nicht ob es auf der Welt was Besseres gibt.“
Ich finde, dass es nichts Schöneres gibt, als wenn mich jemand von ganzem Herzen liebt.
Durch tiefe Liebe wird auch die Beziehung zum Tod anders. Der Tod wird mir garantiert das Leben nehmen, aber er kann mir meine Liebe nicht nehmen oder verringern. Das ist meine Hoffnung und die hellt das Dunkle auf. Diese Hoffnung ist mir mit der Melodie des Liedes in die Seele geflossen und am Schluss hab ich dann mitgesungen: „Egal was danach kommt, wohin wir auch gehen, wünsch ich nichts mehr, als dich dort wieder zu sehen.“
Darum wünsche ich jedem einen Menschen, der ihn durch den Tod hindurch liebt.
Thomas Knöller
lebt und arbeitet als Freier Redner, Coach und Author in Tübingen.
Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch „Weil du groß bist – Futter für die Seele“ von Thomas Knöller, erschienen 2017 im Patmos-Verlag. Erhältlich bei Amazon.
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